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Schwimmflügel sind keine Rettung – was Eltern stattdessen tun sollten!
Viele Eltern vertrauen auf Schwimmflügel, um ihre Kinder im Wasser zu schützen. Was aber, wenn gerade diese vermeintliche Sicherheit das Risiko erhöht? Schwimmflügel verhindern das richtige Schwimmenlernen, vermitteln ein falsches Sicherheitsgefühl und können in schwierigen Situationen sogar zur Gefahr werden. Warum ich in meinen Schwimmkursen bewusst auf Schwimmflügel verzichte und welche Mythen und Alternativen es gibt, erfährst du in diesem Artikel.
1. Warum sind Schwimmflügel eine trügerische Sicherheitsmaßnahme?
Schwimmflügel halten Kinder über Wasser – aber auf unnatürliche Weise. Sie erzwingen eine aufrechte Körperhaltung, die mit dem eigentlichen Schwimmen nichts zu tun hat. Kinder, die sich zu sehr auf Schwimmhilfen verlassen, haben Schwierigkeiten, eine natürliche Schwimmlage zu entwickeln und lernen nicht, sich aus eigener Kraft über Wasser zu halten.
Noch gefährlicher: Wenn ein Kind ohne Schwimmflügel ins Wasser fällt, weiß es nicht, wie es sich retten kann. Es hat kein Wassergefühl erfahren und es fehlt ihm die Erfahrung, das Wasser mit dem eigenen Körper zu kontrollieren.
2. Welche Alternativen gibt es zu Schwimmflügeln?
Statt auf aufblasbare Hilfsmittel zu setzen, sollten Eltern ihre Kinder mit folgenden Methoden langsam an das Wasser gewöhnen und ja, das benötigt Zeit und Geduld:
- Wassergewöhnung von klein auf und am besten zu Hause: Schon Babys können durch spielerisches Planschen in der Badewanne ein sicheres Gefühl für das Wasser entwickeln.
- Schwimmen ohne Auftriebshilfen üben: Kinder sollten früh lernen, sich aus eigener Kraft über Wasser zu halten – sei es durch Gleiten, Paddeln mit den Armen/Beinen oder Schweben.
- Schwimmgurte oder Schwimmwesten mit herausnehmbaren Auftriebskörpern: Sie bieten anfangs Sicherheit, ermöglichen aber eine schrittweise Reduzierung des Auftriebs, so dass das Kind in seinem Tempo schwimmen lernt.
- Eltern-Kind-Schwimmen: Gemeinsam an einem Schwimmkurs teilnehmen oder ohne Kurs, mit einem Elternteil im Wasser fühlen sich Kinder sicherer und lernen effektiver als mit Schwimmflügeln.
3. Wie können Eltern ihr Kind sicher ans Wasser gewöhnen?
Schwimmenlernen beginnt nicht erst im Schwimmkurs – es startet schon zu Hause. Eltern oder Begleitpersonen können viel dazu beitragen, dass ihre Kinder sich sicher im Wasser bewegen:
- Früh mit der Wassergewöhnung beginnen – Schon in der Badewanne oder im Planschbecken kann das Kind Wasser erleben.
- Spiele nutzen, um Ängste abzubauen – Wasserspritzen, Pusten auf der Wasseroberfläche oder wasserfeste Tiere helfen, das Wasser vertrauter zu machen. Baut euch eine eigene Fantasiewelt im Wasser. Was wollt ihr heute entdecken?
- Vorbild sein – Wenn Eltern selbst gerne schwimmen, überträgt sich die Freude oft auf das Kind. Auch mal Wasser im Gesicht haben und natürlich den Kopf mit unter Wasser nehmen, ich weiß bei uns Mamas ist oft die Föhnfriseur ein Hindernis.
- Regelmäßig Schwimmen gehen – Es ist wie in allem was wir erlernen wollen, die häufige Wassererfahrungen sind entscheidend, um sicher schwimmen zu lernen.
4. Die größten Mythen über Schwimmhilfen und Sicherheit im Wasser
Mythos 1: „Mein Kind hat Schwimmflügel – also kann ihm nichts passieren.“
🚫 Falsch! Schwimmflügel geben Kindern und Eltern ein falsches Gefühl von Sicherheit.
🟢 Richtig ist: Schwimmflügel halten das Kind über Wasser, aber sie hindern es daran, die richtige Wasserlage und Bewegungskoordination zu erlernen. Schlimmer noch: Wenn ein Kind ohne Schwimmflügel ins Wasser fällt, kann es in Panik geraten, weil es den natürlichen Auftrieb nicht kennt.
Besser: Frühzeitige Wassergewöhnung fördern und Alternativen wie Schwimmwesten mit herausnehmbaren Auftriebskörpern nutzen.
Mythos 2: „Wenn mein Kind im Schwimmkurs war, kann es schwimmen.“
🚫 Falsch! Leider reichen ein paar Schwimmstunden nicht aus, um ein Kind zu einem sicheren Schwimmer zu machen.
🟢 Die Wahrheit: Schwimmkurse sind eine gute Basis, aber regelmäßiges Üben ist essenziell. Viele Kinder vergessen ohne Praxis schnell, was sie gelernt haben. Experten empfehlen, mindestens 20 bis 30 Stunden Wasserzeit pro Jahr, damit sich Schwimmfähigkeiten festigen.
Besser: Nach dem Schwimmkurs regelmäßig mit dem Kind schwimmen gehen um das Gelernte spielerisch zu wiederholen.
Mythos 3: „Kinder machen Lärm, wenn sie in Not sind.“
🚫 Falsch! Ertrinken passiert meist lautlos.
🟢 Die Wahrheit: In Filmen sieht man oft, wie Menschen laut um Hilfe rufen und mit den Armen schlagen. In der Realität ist Ertrinken ein oft stiller Vorgang. Kinder haben in Notlagen nicht die Kraft oder die Reflexe, um sich bemerkbar zu machen – sie rutschen meist einfach unter Wasser. Lese gerne dazu den Beitrag: Ertrinken bei Kindern – was tun
Besser: Kinder niemals unbeaufsichtigt im Wasser lassen, auch nicht für eine Sekunde. Deine ständige Aufmerksamkeit ist die beste Sicherheit für dein Kind.
Mythos 4: „Schwimmen lernen reicht aus, um mein Kind vor dem Ertrinken zu schützen.“
🚫 Falsch! Selbst Kinder, die schwimmen können, sind nicht automatisch vor dem Ertrinken geschützt.
🟢 Die Wahrheit: Selbstsichere Schwimmer können in Gefahr geraten – durch Erschöpfung, Strömungen oder Panik. Besonders in offenen Gewässern oder tiefem Wasser gibt es zusätzliche Risiken.
Besser: Neben dem Schwimmenlernen ist auch das Verhalten in Gefahrensituationen zu üben, z. B.: Wie schwimme ich, wenn ich erschöpft bin? Wie drehe ich mich auf den Rücken, um mich treiben zu lassen? Wie rufe ich richtig um Hilfe?
Mythos 5: „Wassergewöhnung kann warten, bis mein Kind alt genug für einen Schwimmkurs ist.“
🚫 Falsch! Je früher ein Kind Wassergewöhnung erlebt, desto leichter fällt ihm später das Schwimmenlernen.
🟢 Die Wahrheit: Kinder, die schon als Babys oder Kleinkinder ans Wasser gewöhnt werden, fühlen sich sicherer und entwickeln schneller Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten.
Besser:Schon in der Badewanne spielerisch mit Wasser experimentieren, oder im flachen Wasser erste Erfahrungen sammeln – mit Eltern an der Seite des Kindes. UND spielerische Übungen nutzen, um Ängste abzubauen, z. B. Gießkanne über den Kopf schütten und wie eine Blume wachsen.
5. Wie Eltern und Schwimmlehrer gemeinsam für mehr Sicherheit sorgen können
Eltern und Schwimmlehrer haben ein gemeinsames Ziel: Kinder sollen sicher schwimmen lernen. Damit das gelingt, ist eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig:
- Regelmäßige Wasserzeit: Ein Schwimmkurs allein reicht nicht – Kinder brauchen Übung, um sicher zu werden und dazu braucht es dich, liebe Eltern.
- Kommunikation zwischen Eltern und Schwimmlehrern: Welche Methoden werden im Kurs genutzt? Was hat heute besonders gut geklappt? Wie kann das Kind zu Hause weiter mit den Eltern üben?
- Geduld und positive Verstärkung: Jedes Kind lernt in seinem eigenen Tempo – Druck erzeugt eher Angst als Fortschritte. Eines meiner liebsten Credos… für euch.
- Sicherheitsbewusstsein schärfen: Kinder sollten nicht nur schwimmen lernen, sondern auch wissen, wie sie sich in Gefahrensituationen verhalten. Schau dir dazu gerne die neuen Baderegeln an.
Was nimmst du mit:
Sicherheit beginnt mit Wissen – nicht mit Schwimmflügeln
Als Eltern willst du nur das Beste für deine Kinder – vor allem, wenn es um ihre Sicherheit geht. Doch oft vertrauen wir auf scheinbare Hilfsmittel, die in Wirklichkeit mehr schaden als nützen. Schwimmflügel sind so ein Beispiel: Sie geben eine trügerische Sicherheit, verhindern das richtige Schwimmenlernen und können im Ernstfall zur Gefahr werden.
Die gute Nachricht: Es gibt sichere Alternativen! Durch frühe Wassergewöhnung, regelmäßiges Üben und die richtige Herangehensweise lernen Kinder nicht nur schwimmen, sondern sich auch selbstständig im Wasser zu bewegen. Dabei spielt ihr Eltern eine entscheidende Rolle – als Vorbilder, als Begleiter und als diejenigen, die für konsequente Wasserzeiten sorgen, neben uns Schwimmlehrer.
Ein Schwimmkurs ist ein wichtiger Schritt, aber noch keine Garantie für Sicherheit. Erst Geduld, viel Übung und ein echtes Gefühl für das Wasser machen aus einem Kind einen sicheren Schwimmer. Setze auf Wissen statt auf Schwimmflügel – denn das kann Leben retten.
Ich wünsche dir viel Freude beim Schwimmenlernen,
Willst du das dein Kind schwimmen lernt?
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