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Kraulen lernen leicht gemacht – Übungen für Kinder ab 6 Jahren
Viele Kinder tragen ihr Seepferdchen schon stolz auf dem Badeanzug oder der Badehose und irgendwann kommt die nächste Frage: Wie kann mein Kind Kraulen lernen?
Beim Kraulschwimmen passiert ziemlich viel gleichzeitig: Die Beine bewegen sich, die Arme wechseln sich ab, das Gesicht ist im Wasser und zum Atmen wird der Kopf zur Seite gedreht. Gerade am Anfang kann das ganz schön viel auf einmal sein.
Aber keine Sorge: Dein Kind muss nicht sofort alles gleichzeitig können. Viel leichter wird es, wenn wir das Kraulen in kleine Schritte aufteilen. Mit spielerischen Übungen, Wiederholungen und viel Freude im Wasser entwickelt sich nach und nach ein eigener Rhythmus.
Und das Schöne daran: Viele dieser Übungen eignen sich nicht nur für Kinder. Auch Erwachsene, die Kraulen lernen oder ihre Technik noch einmal von Grund auf aufbauen möchten, können damit starten.
Vom Seepferdchen zum kleinen Kraulhelden
Das Seepferdchen ist ein toller erster Meilenstein. Für das Kraulen ist es von Vorteil, wenn dein Kind inzwischen gerne taucht, den Kopf unter Wasser nehmen kann und sich in Bauch- und Rückenlage wohlfühlt.
Besonders hilfreich ist ein gutes Wassergefühl. Damit meine ich: Dein Kind spürt, wie das Wasser seinen Körper trägt, wie es gleiten kann und wie sich unterschiedliche Körperlagen anfühlen.
Denn bevor wir an den perfekten Armzug denken, dürfen wir erst einmal lernen, mit dem Wasser zu arbeiten und nicht gegen das Wasser.
„Schwimmen lernen ist kein Wettbewerb – es ist eine Entdeckungsreise im eigenen Tempo des Kindes.“
1. Wassergefühl und Atmung, die Basis für Kraulschwimmen
Beim Kraulschwimmen befindet sich das Gesicht einen großen Teil der Zeit im Wasser. Deshalb sollte dein Kind gelernt haben, unter Wasser ruhig auszuatmen.
Genau hier kommt Goldflosse, unsere Mutmacherin der SchwimmRookies, ins Spiel.
Übungen für das Schwimmbad
Nehmt einen Tischtennisball mit ins Schwimmbad. Dein Kind pustet den Ball über die Wasseroberfläche und versucht anschließend, mit Mund und später mit Mund und Nase unter Wasser Blubberblasen entstehen zu lassen.
Wer kann die längste Blubberspur machen?
Damit lernt dein Kind ganz nebenbei: Unter Wasser wird ausgeatmet – über Wasser wird eingeatmet.
Auch Perlino, der Wassergott, hilft dabei, verschiedene Wasserlagen kennenzulernen. Wie fühlt sich Bauchlage an? Wie Rückenlage? Und was passiert, wenn sich der Körper ein wenig zur Seite dreht?
Kraulen lernen mit Kindern ab 6
Kraulen lernen Level für Level.
Was sollen wir heute eigentlich machen? Und welche Übung kommt danach?
Genau dafür gibt es unser Kraul-Kartenset der SchwimmRookies.
2. Gleiten – mach dich lang wie eine Rakete
Diese Erfahrungen brauchen wir später für die seitliche Kraulatmung.
Bevor Arme und Beine arbeiten, darf dein Kind entdecken, wie weit es allein durch eine gute Körperhaltung kommt.
Unser Wasserforscher Aqualon liebt genau diese Übungen.
Übung: Raketenstart
Dein Kind stößt sich mit beiden Füßen vom Beckenrand ab, streckt die Arme nach vorne und macht sich im Wasser ganz lang.
Jetzt heißt es:
Nicht sofort strampeln – erst einmal gleiten!
Wie weit trägt das Wasser die kleine Rakete?
Danach könnt ihr die Position verändern: Ein Arm bleibt nach vorne gestreckt, der andere liegt seitlich am Körper. Anschließend wird gewechselt.
So bekommt dein Kind ein Gefühl dafür, wie wichtig eine ruhige und möglichst gestreckte Wasserlage beim Kraulen ist.
3. Der Kraulbeinschlag – zwei kleine Motoren
Jetzt dürfen die Beine arbeiten.
Beim Kraulen bewegen sich die Beine abwechselnd auf und ab. Die Bewegung sollte möglichst locker sein und aus der Hüfte kommen. Viele Kinder ziehen am Anfang die Knie stark an und beginnen im Wasser beinahe Fahrrad zu fahren.
Das macht nichts – genau dafür üben wir.
Übung: Motorboot am Beckenrand
Dein Kind hält sich mit beiden Händen am Beckenrand fest, streckt den Körper nach hinten und beginnt mit den Beinen zu schlagen.
Kleine, schnelle Bewegungen bringen das Wasser zum Sprudeln.
Sind die beiden Motoren schon gestartet?
Übung: Kraulbeine mit Schwimmbrett
Jetzt kommt ein Schwimmbrett dazu. Dein Kind hält es vor sich und konzentriert sich nur auf seine Beine.
Der Vorteil: Die Arme haben Pause und das Kind muss nicht mehrere Bewegungen gleichzeitig koordinieren.
Wenn das gut funktioniert, könnt ihr das Schwimmbrett auch einmal weglassen: abstoßen, gleiten und anschließend die Kraulbeine einschalten.
4. Der Armzug – einer nach dem anderen
Nach den Beinen sind die Arme an der Reihe.
Beim Kraulen arbeiten sie abwechselnd: Während ein Arm durchs Wasser zieht, kommt der andere wieder nach vorne.
Für Kinder muss das am Anfang noch nicht perfekt aussehen. Viel wichtiger ist, den Wechsel der Arme zu verstehen.
Übung: Die große Windmühle
Startet zunächst an Land.
Dein Kind malt mit den Armen große Kreise wie eine Windmühle. Erst langsam, dann abwechselnd.
Danach geht es ins Wasser.
Ein Arm bleibt nach vorne gestreckt. Der andere macht einen vollständigen Kraulzug und kommt wieder nach vorne. Erst dann ist die andere Seite dran.
So kann sich dein Kind auf eine Bewegung konzentrieren, bevor beide Arme fließend miteinander verbunden werden.
Kraulen lernen mit Kindern ab 6
Kraulen lernen Level für Level.
Was sollen wir heute eigentlich machen? Und welche Übung kommt danach?
Genau dafür gibt es unser Kraul-Kartenset der SchwimmRookies.
5. Die Kraulatmung – die Luft wartet neben dir
Für viele Kinder ist die Atmung beim Kraulen die größte Herausforderung.
Ein typischer Versuch sieht so aus: Der Kopf wird nach vorne aus dem Wasser gehoben, um möglichst schnell Luft zu holen. Dadurch verändert sich jedoch die Wasserlage und plötzlich wird das Schwimmen deutlich anstrengender.
Merkt euch deshalb einen einfachen Satz:
Die Luft wartet beim Kraulen nicht über dir, sondern neben dir.
Das Gesicht wird zum Atmen seitlich aus dem Wasser gedreht. Anschließend geht es wieder zurück ins Wasser und dein Kind atmet dort langsam aus.
Übung: Seitlich Luft holen
Dein Kind hält sich zunächst am Beckenrand oder an einem Schwimmbrett fest.
Gesicht ins Wasser – blubbern.
Dann den Kopf langsam zur Seite drehen – einatmen.
Gesicht wieder ins Wasser – ausatmen.
Erst wenn diese Bewegung entspannt funktioniert, wird sie mit dem Armzug verbunden.
Und noch etwas: Dein Kind muss nicht sofort die berühmte 3er-Atmung beherrschen. Zuerst geht es darum, überhaupt einen entspannten Atemrhythmus zu finden. Alles Weitere kommt Schritt für Schritt.
6. Jetzt kommt alles zusammen
Wasserlage? Geübt.
Kraulbeine? Geübt.
Armzug? Geübt.
Atmung? Auch schon ausprobiert.
Jetzt dürfen wir die einzelnen Bausteine langsam miteinander verbinden.
Und genau an diesem Punkt passiert häufig etwas Lustiges: Sobald dein Kind an die Arme denkt, sind plötzlich die Beine vergessen. Beim nächsten Versuch funktionieren Arme und Beine wunderbar – dafür klappt das Atmen nicht mehr.
Das ist völlig normal.
Kraulen verlangt viel Koordination. Deshalb müssen wir nicht sofort eine ganze Bahn schaffen.
Probiert lieber:
ein paar Kraulzüge – Pause – und noch einmal.
Kleine Erfolgserlebnisse motivieren viel mehr als eine lange Bahn, die am Ende nur noch anstrengend ist.
Mit Kraulio Level für Level Kraulen lernen
Vielleicht kennst du diese Situation:
Du möchtest mit deinem Kind üben, stehst im Schwimmbad und fragst dich:
Was sollen wir heute eigentlich machen? Und welche Übung kommt danach?
Genau dafür gibt es unser Kraul-Kartenset der SchwimmRookies.
Kraulio begleitet Kinder ab etwa 6 Jahren Schritt für Schritt vom sicheren Gleiten bis zum Kraulschwimmen. Auf 8 wasserfesten Karten findet ihr mehr als 50 Übungen rund um Wasserlage, Atmung, Gleiten, Kraulbeine, Armzug und die Koordination der gesamten Kraulbewegung.
Über die QR-Codes auf den Karten könnt ihr euch die Übungen direkt als kurze Videos ansehen. So müsst ihr euch am Beckenrand nicht merken, wie die nächste Übung funktioniert.
Das Set eignet sich besonders für Kinder, die bereits ihr Seepferdchen haben oder vergleichbar sicher im Wasser sind. Auch Erwachsene können die Übungen nutzen, um das Kraulen Schritt für Schritt zu lernen.
💡 Kraulio zeigt euch den Weg – schwimmen dürft ihr selbst.
Fazit und ehrliche Worte von mir
Beim Kraulen müssen Arme, Beine, Atmung und Wasserlage irgendwann zusammenspielen. Aber sie müssen nicht alle am ersten Tag funktionieren.
Beginnt mit dem Wassergefühl. Lasst euer Kind gleiten. Übt die Beine. Nehmt die Arme dazu. Probiert die seitliche Atmung. Und verbindet erst danach die einzelnen Bewegungen.
Gebt eurem Kind Zeit, Dinge selbst auszuprobieren und den eigenen Rhythmus zu entdecken.
Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst schnell die perfekte Kraultechnik zu beherrschen.
Es geht darum, dass dein Kind sagen kann:
„Schau mal, ich kann es!“
Und genau solche Momente machen aus kleinen SchwimmRookies echte Kraulhelden.



